Über mich

Mein Name ist Shani (mit Betonung auf "i"), ich bin 32 und habe vier Töchter im Alter von sieben bis null Jahren. Neben meiner Aufgabe als Vollzeitmutter arbeite ich  im Home Office für eine kleine Agentur auf Minijobbasis. Seit Januar 2017 führe ich meinen Blog als Greenmom.

Familie haben wir in München keine, da mein Mann und ich beide aus anderen Ecken kommen. Ich selbst bin in der Schweiz aufgewachsen, mein Mann im Schwarzwald.

Als grüne Mama lege ich Wert auf eine nachhaltige Nutzung unserer Umweltressourcen, eine pflanzliche Ernährung und einen instinktiven und natürlichen Umgang mit unseren Kindern.

Auf meinem Blog schreibe ich über Erfahrungen, Ideen und Gedanken aus meinem Alltag. Ich hoffe, dass ich manchen Eltern damit Unterhaltung und Inspiration biete und vor allem Ermutigung, auf das Bauchgefühl zu hören, sich selbst zu vertrauen und den eigenen Weg einzuschlagen.

Shani Portrait

Traum von der eigenen Familie

Den Wunsch nach einer eigenen Familie hatte ich schon sehr früh. Eigentlich schon, als ich selbst noch ein Kind war. Ich spielte immer gerne Vater-Mutter-Kind. Natürlich in der Rolle der Mutter. Zum Glück wohnten in unserem Sozialviertel sehr viele Kinder. Ich liebte es auch, mit Puppen zu spielen und stellte mir vor, wie schön es wäre, ein echtes Baby im Arm zu halten.

Mit 15 begann ich endlich mit Babysitten. Ich hütete regelmäßig die Kinder aus fünf Familien. Eigentlich wollte ich auch einen Beruf mit Kindern lernen. Ich machte zwei Mal die Aufnahmeprüfungen für das „Lehrerseminar“. So hieß damals der Studiengang zur Kindergärtnerin und Grundschullehrerin in Basel. Aber aufgrund meiner mangelnden Begabung im Zeichnen fiel ich beide Male durch.

Mit 19 zog ich zu meinem Mann nach Köln, hatte einen Vollzeitjob in einer Werbeagentur, machte eine Abendausbildung im Werbebereich und es blieb mir der Wunsch nach eigenen Kindern. Da mein Mann noch mitten im Studium steckte und es dann auch nicht sofort wie geplant mit dem Schwangerwerden klappte, bekam ich mein erstes Kind „erst“ sechs Jahre später, mit 25.

Wunsch nach Rat von Gleichgesinnten

In meinen ersten Jahren als Mutter wünschte ich mir oft jemanden, mit dem ich über meine Sorgen reden oder der mir aus eigener Erfahrung Rat geben könnte. In meinem Freundeskreis war ich die einzige, die bereits Kinder hatte. Außerdem machten wir einiges anders, als es früher üblich war und auch heute noch üblich ist. So war es nie leicht, Menschen für diesen Rat zu finden, den ich suchte. Das fing damit an, dass ich unsere Kinder lange stillte, wir ein Familienbett haben, wir unsere Kinder zweisprachig erziehen und ab dem zweiten Kind Hausgeburten hatten und hört damit auf, dass wir inzwischen vegan leben und uns ein viertes Kind wünschten … Ich kannte weder Mütter, die so lange stillten, noch welche, die ein Familienbett hatten, ich kannte keine Mutter, die ihre Kinder nicht in ihrer eigenen Muttersprache erzog, keine, die ihre Kinder zuhause bekam, geschweige denn vegan großzog. Und eine junge Familie mit mehr als drei Kindern kenne ich bis heute noch nicht. Oftmals holte ich mir in Büchern Rat, manchmal auch im Internet.

Alles von der Seele schreiben

Schreiben erfüllte mich schon immer. Schreiben, um mir Luft zu machen, um Ordnung zu schaffen. Ich habe mein Leben seit meinem 13. Lebensjahr in Tagebüchern festgehalten. Neben dem Tagebuchschreiben hatte ich auch mehrere Brieffreundinnen, die wöchentlich Post von mir erhielten. Als ich meinen Mann kennen lernte und zu ihm nach Köln zog, verlor ich das Bedürfnis, Tagebuch zu schreiben. Ich dachte, ich bräuchte es nicht mehr, weil ich so glücklich und ausgeglichen wäre wie noch nie. Ich schrieb zwar nicht mehr Tagebuch, hatte aber eine Freundin in der Schweiz, der ich mehrmals wöchentlich sehr lange und intime Mails schickte. Heute mache ich das immer noch so. Ich schreibe regelmäßig einer Freundin alles von der Seele und aus diesen E-Mails erstelle ich dann Tagebücher, die ich aufbewahren kann. Damit spare ich mir die Zeit, separat noch Tagebuch zu schreiben und schlage zwei Fliegen mit einer Klappe. Diese besondere Lebensphase mit meinen Kindern nicht festzuhalten, würde mir leid tun.

Manche meiner Tagebücher hielt ich seit meiner Jugend nicht mehr in den Händen. In anderen habe ich zwischendurch mal gelesen und fand es immer sehr spannend. Es wirft einen zurück in die Vergangenheit, weckt alte Gefühle und man staunt, was man alles vollkommen vergessen hatte. Ich stelle mir vor, wie ich irgendwann, wenn ich alt bin, meine Tagebücher lese und so mein gesamtes Leben Revue passieren lasse.

Meine E-Mails sind meistens ganz schön lange. Mich kurz zu fassen ist wirklich nicht meine Stärke, das merkt man sicherlich auch auf meinem Blog. Allerdings sagen meine Freundinnen, dass meine E-Mails nie langweilig seien. Vielleicht, weil ich viel von mir und meinen Gefühlen preisgebe. Ich bin wie ein offenes Buch … Unter anderem deshalb hatte ich die Idee, diesen Blog zu starten und bin nun gespannt, ob sich Leser bzw. Leserinnen finden lassen.