Kind verweigert Essen, Extrawurst

Keine “Extrawurst” für die Kinder

Für mich ist es wichtig, dass unsere Kinder sich gesund und ausgewogen ernähren. Außerdem möchte ich nicht für jedes Kind eine "Extrawurst" kochen müssen, sondern dass alle das essen, was auf den Tisch kommt. Ein Kind jedoch zum Essen zu zwingen, kann es für sein ganzes Leben negativ prägen. So zum Beispiel erging es einem mir nahestehenden Verwandten. Als Kind bekam er einen Teller mit Fleisch, Kartoffeln und Gemüse vorgesetzt. Er aß zuerst das, was er mochte, das Fleisch und die Kartoffeln. Als er schon satt war, blieb das Gemüse übrig, das ihm angeblich nicht schmeckte. Seine Mutter zwang ihn, sitzen zu bleiben, bis er es gegessen hatte. Er schluckte das Gemüse unzerkaut mit einem Glas Wasser wie Tabletten herunter.

Seit er selbst entscheiden kann, isst er kein Gemüse, keine Hülsenfrüchte, keinen Salat und keine Rohkost mehr. Es sei denn, das Gemüse ist püriert, in Form einer Suppe zum Beispiel. Es handelt sich hierbei in meinen Augen um eine Ablehnung, die in seinem Kopf verankert ist. Kann es sein, dass jemandem einfach alles an Gemüse sein Leben lang nicht schmeckt? Ich denke, es geht hier nicht um den Geschmack, sondern um das, was mein Verwandter mit dem Gemüse verbindet. Diesen Zwang und den Ekel davor, den er als Kind entwickelt hatte und seine Mutter vermutlich mit ihrer Erziehungsweise verstärkte.

Weigerung etwas zu essen, ohne es zu probieren

Unsere Kinder ekeln sich vor allem, was sie noch nie gegessen haben. Es heißt immer gleich, sie würden es nicht mögen, obwohl sie es noch nicht einmal probiert haben. Wie bringen wir sie dazu, etwas zu essen, wenn sie sich weigern?

Meistens weiß ich, ob sie es wirklich nicht mögen. Entweder, es ist mir wirklich misslungen und schmeckt mir selbst nicht besonders. Wenn mein Kind es dann probiert und weiterhin behauptet, es sei nicht lecker, biete ich ihm etwas Anderes an. Meistens ist das Essen aber gelungen und ich habe das oder etwas Ähnliches irgendwann, als das Kind noch kleiner war und noch alles aß, auch schon gekocht, nur kann es sich daran nicht mehr erinnern. Hat es das Essen als Baby schon ausgespuckt, kann ich vermuten, dass es sich wirklich um etwas handelt, was ihm nicht schmeckt. Zum Beispiel spuckt meine kleinste Tochter Oliven immer aus. Ich werde sie auch später nie bitten, die Oliven aufzuessen, sondern akzeptieren, falls sie diese aus dem Essen aussortiert. Ich würde niemals abstreiten, dass es Nahrungsmittel gibt, die manchen Menschen einfach nicht schmecken. Ich selbst kann einige Lebensmittel aufzählen, die ich nicht besonders mag. Wenn ich weiß, dass meinem Kind etwas wirklich nicht schmeckt, dann muss es das auch nicht essen. Meistens ist es aber bloß die Angst vor dem Unbekannten. Herbert Renz-Polster erklärt in seinem Buch „Kinder verstehen“ sehr gut, warum Kinder diese Abwehr vor unbekanntem Essen haben. Hätten sie früher in der freien Natur einfach alles widerstandslos gegessen (z. B. Beeren von Sträuchern), wären sie schnell an einer Vergiftung gestorben.

Dem Kind anbieten, es zu füttern

Bei uns gibt es selten ein einzelnes Gemüse als einfache Beilage. Oft gibt es zum Beispiel Reis oder Nudeln mit einer Gemüsesauce. Häufig wollen die Kinder dann die Sauce weglassen. Wir schöpfen ihnen dennoch einen Teller mit Sauce und bieten ihnen an, den zweiten Teller ohne Sauce zu essen. Natürlich gibt es oft Protest. Manchmal weigert sich ein Kind auch, diesen ersten Teller zu essen, ohne einen Löffel davon probiert zu haben. Dann doch nachzugeben, ist für unsere Kinder sehr schwierig. Sie fühlen sich als Verlierer, wenn sie es dann auf einmal doch essen, obwohl sie sich ja eigentlich geweigert haben. Manchmal hilft es dann, wenn ich meinem Kind anbiete, es zu füttern. Es hat dann das Gefühl, es hätte einen Kompromiss erzielt und fühlt sich nicht als völliger Verlierer. Mag sein, dass es auch nicht ideal ist, ein Kind, das schon wunderbar selbst essen kann, zu füttern. Aber hier ist es für mich wichtiger, dass das Kind merkt, dass ihm dieses Essen in Wirklichkeit schmeckt. Schon beim nächsten Mal wird es sich bei diesem Gericht nicht mehr weigern, es zu essen. Es kam schon vor, dass eines unserer Kinder, das sich zunächst weigerte, den ersten Teller mit Sauce zu essen, den zweiten Teller dann freiwillig auch mit Sauce essen wollte.

Mir fällt an dieser Stelle ein lustiges Ereignis ein. Nachdem unsere Töchter ständig stänkerten, sie wollten nur Nudeln ohne Sauce essen, überlegte ich mir, beim nächsten Mal Vollkornnudeln zu kochen. So würden die Nudeln auch ohne Sauce schon etwas Nährwert haben. Als wir alle am Tisch saßen und meine älteste Tochter sah, dass die Nudeln braun waren, rief sie: "Ich will nur Sauce essen, ohne Nudeln!"

Das war sehr amüsant, bestätigt aber auch, dass sie das, was sie noch nicht kennt, grundsätzlich ablehnt und die Ablehnung nicht bedeutet, dass ihr etwas nicht schmecke. Denn jetzt wollte sie die Sauce ja essen, die sie sonst angeblich nicht mochte. Sie mag die Sauce sehr wohl. Aber noch lieber mag sie die Nudeln halt eben ohne Sauce.

Du musst es nicht essen, aber es gibt auch nichts Anderes.

Auch das mit dem Füttern hilft nicht immer. Manchmal weigert sich eines unserer Kinder dennoch, etwas Unbekanntes zu probieren. Wir zwingen es nicht dazu, es zu essen. Es darf auch aufstehen, ohne probiert zu haben. Aber es kriegt auch nichts Anderes. Vielleicht klingt das für einige auch nach „Zwingen“. Ich habe schon von einigen Eltern gehört bzw. gelesen, die ihren Kindern dann lieber nachgaben und etwas Anderes servierten aus Angst, das Kind würde sonst verhungern. Das Kind lernt dann allerdings, dass es etwas anderes bekommt, wenn es das Essen vehement genug verweigert und fängt an, immer weniger Mahlzeiten zu akzeptieren.

Ich habe keine Angst, dass mein Kind zu dünn sein oder verhungern könnte. Kein gesundes Kind wird freiwillig verhungern. Wer wirklich schon einmal Hunger hatte, weiß, dass einem unter Hunger auch Dinge schmecken, die man sonst eher nicht so mögen würde. In Haiti essen hungernde Menschen Kekse aus Sand, um ihren Bauch irgendwie voll zu kriegen.

Falls unser Kind nichts probiert hat, stellen wir seinen vollen Teller in die Küche. Meistens, bevor es ins Bett geht, kommt es zu uns und sagt, es habe Hunger. Und auf einmal isst es freiwillig in der Küche das Essen, das es am Esstisch nicht hatte probieren wollen und stellt fest, dass es gar nicht so übel schmeckt. Das nächste Mal, wenn ich das Essen koche, isst es gleich am Tisch mit.

So tun, als wäre das Essen nicht für das Kind gedacht

Wenn ein Kind tatsächlich nichts von dem Essen probiert hat, kommt es sehr oft vor, dass es am nächsten Tag, wenn ich die übriggebliebenen Reste aufwärme, auf einmal doch probieren möchte. Vor allem, wenn ich es dem Kind nicht anbiete, sondern so tue, als hätte ich es nur für mich selbst aufgewärmt, es aber ganz absichtlich in Gegenwart der hungrigen Kinder verspeise. Meine Kinder wollen nämlich alles probieren, was nicht für sie gedacht ist. Oft bleibt dann nicht einmal etwas für mich übrig, weil die Kinder alles aufessen und das Essen wird in hohen Tönen gelobt. Es ist manchmal faszinierend, wie unsere Kinder das Gericht, das sie ursprünglich ablehnten, auf einmal vergöttern und es als ihr neues Lieblingsessen bezeichnen.

Einen Nachtisch versprechen

Manchmal lässt sich ein Kind auch überzeugen, das unbekannte Abendessen zu sich zu nehmen, wenn wir ihm anbieten, dass es danach ein Stück Schokolade zum Nachtisch bekommt. Das soll natürlich nicht zur Regel werden, aber auch hier geht es mir in erster Linie darum, dass unser Kind das Essen probiert und für die Zukunft weiß, dass es ihm schmeckt.

Vor dem Abendessen nichts mehr essen lassen

Um die Chancen zu erhöhen, dass ein Kind ein neues Essen probiert, ist es sinnvoll, es nach einer gewissen Uhrzeit nachmittags nichts Sättigendes mehr essen zu lassen. Ich gebe meinen Kindern generell ab 16:30 Uhr höchstens noch Obst oder Rohkost, aber nichts, was sie so satt machen würde, dass sie problemlos auf das Abendessen verzichten könnten. Ich möchte ja auch, dass unsere Kinder sich ausgewogen ernähren und dazu ist das Abendessen - das bei uns die Hauptmahlzeit des Tages ist - wichtig. Also achte ich auch schon deshalb darauf, dass meine Kinder beim Abendessen noch hungrig sind.

Rezepte-Bereich auf meinem Blog

Ich habe übrigens am letzten Wochenende eine Kategorie für Rezepte auf meinem Blog angelegt und werde nach und nach meine Gerichte vorstellen, die ich regelmäßig koche, die gesund und praktisch in der Zubereitung sind und vor allem (wenn auch teilweise nach ursprünglichem Protest) all unseren Kindern sehr gut schmecken.

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17 comments:

Liebe Shani
Toll, wie du deinen Kindern die Möglichkeit schaffst, neue Lebensmittel auszuprobieren. Und wenn wir als Erwachsene ehrlich sind, ist es auch für uns nicht immer leicht, uns an neue Lebensmittel oder Gewürze zu gewöhnen. Ich habe das beim Leben und Reisen im Ausland selber erlebt. Zum Glück habe ich daheim auch gelernt, alles zu essen, so dass ich relativ offen war – dies hat mir auch die eine oder andere Situation erleichter, wenn ich zum Beispiel bei einer Familie eingeladen war und über meinen Schatten springen konnte, und das Essen probiert habe – Kutteln waren so ein Fall und nein, die schmecken mir auch heute nicht. Bei anderen Speisen, die mir bei den ersten paar Versuchen nicht geschmeckt haben, hat es aber geklappt und die liebe ich heute richtig!
Ich denke mir, dass du deinen Kindern mit deinem Vorgehen auch die Grundlage gibst, auch später immer mal wieder etwas neues zum Essen zu entdecken.
Herzliche Grüsse Ale

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Genau, bei uns Erwachsenen ist es tatsächlich auch nicht anders, wenn wir ein Lebensmittel noch nie probiert haben. Mein Mann hat vor ein paar Jahren Insekten zubereitet, weil er einmal etwas Neues ausprobieren wollte. Es kostete uns alle Überwindung, diese zu probieren. Und ja, ich hoffe auch, dass unsere Kinder sich, egal wo sie sind, nicht zu kompliziert anstellen mit dem Essen und hoffe, dass wir mit unserer Erziehungsweise auf dem richtigen Weg sind.
Liebe Grüße, Shani

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Hallo Shani
Ich kann mich euch nur anschliessen. Es braucht einfach etwas Zeit sich an einen Geschmack zu gewöhnen. Das war bei uns so, als wir den Kaffee wechselten, weil wir in ein anderes Land zogen. Zuerst war der neue Kaffee komisch und wollte nicht schmecken. Als wir uns daran gewöhnt hatten und wieder einmal zu Besuch im anderen Land waren, schmeckte der alte liebe Kaffee uns nicht mehr. Geschmack hat viel mit Gewohnheit zu tun. Als ich den Zucker im Tee und Kaffee wegliess, glaubte ich mich nie daran zu gewöhnen und jetzt schmecken mir diese Getränke auch ohne Zucker bestens. Es gibt so viele Beispiele, die zeigen, dass der Geschmack etwas Erlerntes ist.
Ich finde es aber auch wichtig, dass der Instinkt ernst genommen wird, der uns sagt, was uns nicht bekommt, oder was wir gerade dringend brauchen. Offensichtlich wissen wir das, ohne darüber gross nachzudenken. Wir mögen an einem Tag plötzlich nicht Fettiges, weil es uns nicht bekommt, da unser Körper das Fett wahrscheinlich nicht verträgt. Dann haben wir Heisshunger nach etwas, weil wir die Inhaltsstoffe dringend brauchen.
Ein weiterer Punkt finde ich das Mass. Das muss respektiert werden, damit der kleine Mensch seine innere Stimme nie verliert, die sagt, wann es genug ist. Das ist eine Vorsorge gegen Übergewicht.
Liebe Shani, du machst das wirklich gut, mit viel Feingefühl und Respekt deinen Kindern gegenüber.
Herzliche Grüsse Ima

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Hallo,

ich habe diesen Artikel zufällig in der Huffington Post gesehen und möchte dazu sagen, daß einige Ihrer Verhaltensweisen gegenüber Ihren Kinder nicht in Ordnung finde.

Zum einen, die Sache mit dem Zwingen der Kinder, etwas essen zu müssen, was sie nicht essen wollen, bevor sie das bekommen, was sie gerne essen (1. Nudelportion mit Soße, und nur dann die 2. ohne Soße).
Um was geht es hier eigentlich? Machtausübung den Kindern gegenüber?
Mein Opa zum Beispiel ist solche Situationen so angegangen, daß er gesagt hat “Komm, probier mal. Nur einen Löffel.”

Dann habe ich als Kind probiert: Wenn es mir geschmeckt hat ok, wenn nicht, mußte ich es auch nicht essen.
Warum muß man da ein Kind vor die Wahl stellen, entweder gleich einen ganzen Teller in sich reinzuzwingen, oder hungrig bleiben zu müssen?

Überhaupt, das mit dem Hungrig-bleiben-lassen: Sie reden von “Extrawürsten” und lassen Ihre Kinder im Zweifelsfall hungrig bleiben, haben für sich selbst aber alle Freiheiten/Extrawurst-Möglichkeiten bei der Essensauswahl, bzw. beim Kochen.
Oder schreibt Ihnen irgendjemand vor, was Sie essen oder kochen müssen und wenn Sie nicht wollen, gibt es eben nichts anderes?

Was, wenn Ihr Partner Ihnen befehlen würde “Heute möchte ich xy gekocht haben” oder bei Restaurant-Besuchen für Sie das Essen mitaussuchen würde, und wenn Sie das nicht kochen wollen oder das ausgesuchte Essen nicht essen wollen, dann bekommen Sie halt nichts und müssen hungrig bleiben?
Fänden Sie auch nicht gut, oder?

Also von daher: Warum nicht einfach das Essen von unbekannten Sachen auf ein kleines Probieren beschränken (z.B. einen Löffel voll) und wenn es dem Kind partout nicht schmeckt, dann soll es halt die Nudeln ohne Soße essen.
Der eigene Körper sagt einem über das Appetitgefühl schon am Besten, was er gerade braucht und wenn das in dem Fall “Nudeln ohne Soße” ist, dann paßt das schon ernährungstechnisch.

Mein Bruder hat übrigens als Kind Soße auf Nudeln überhaupt nicht gemocht und Salat gehasst wie die Pest.
Er mußte das dann auch nicht essen und hat nur Nudeln “blank” und ohne Salat verspeist.
Heute ist er Mitte 20, macht Sport im Fitness-Center und hat Kraft und ein Kreuz wie ein Stier.

Also keine Sorge: Verkümmern tut ein Kind wegen “Nudeln ohne alles” offensichtlich nicht. 🙂

Antworten

Liebe Hannah,

vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar.

Ich habe den Eindruck, Sie haben meinen Artikel lediglich überflogen. Denn genau, was Sie wie folgt vorschlagen, machen wir:

“Also von daher: Warum nicht einfach das Essen von unbekannten Sachen auf ein kleines Probieren beschränken (z.B. einen Löffel voll) und wenn es dem Kind partout nicht schmeckt, dann soll es halt die Nudeln ohne Soße essen.”

Wie ich in meinem Artikel schreibe, zwinge ich meine Kinder auch nicht dazu, etwas zu essen, was sie nicht mögen. Wenn ich feststelle, dass meinem Kind etwas nicht schmeckt, lasse ich es etwas Anderes essen.

Es geht mir darum, dass unsere Kinder gewisses Essen lediglich ablehnen, weil sie es nicht kennen (ohne zu probieren), oder weil sie die Nudeln (noch) lieber ohne Sauce essen würden. Was aber nicht heißt, dass sie ihnen mit Sauce nicht schmecken. Nur ohne würden sie ihnen halt noch mehr schmecken.

Ich möchte aber nicht, dass mein Kind täglich nur nackten Reis und nackte Nudeln isst. Genauso wenig möchte ich, dass es sich lediglich von Schokolade und Süßigkeiten ernährt. Ich möchte, dass es eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu sich nimmt, da ich überzeugt davon bin, dass die Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit meines Kindes hat. Und das ist etwas, was meinem Kind nicht bewusst ist. Deshalb würde es sich auch nur von Pommes, Eis und Schokolade ernähren, wenn es das dürfte.

Hier sind wir Eltern gefragt, eine Grenze zu ziehen.

Wir Erwachsenen können die Grenze für uns selber setzen, weil uns die Konsequenzen bewusst sind von einer ungesunden Ernährungsweise. Wenn wir die Grenze nicht setzen und krank oder dick werden, tragen wir selbst die Verantwortung dafür. Bei unseren Kindern ist das nicht so. Wir Eltern tragen dafür die Verantwortung, wenn sie ernährungsbedingt übergewichtig oder krank werden. Es geht mir also in keiner Weise um “Machtausübung”, sondern um die Gesundheit meiner Kinder.

Salat gibt es bei uns täglich als Beilage. Die Kinder essen fast nie davon. Das ist für mich völlig okay. Aber wenn sie dann die Sauce zu den Nudeln oder zum Reis auch noch ständig wegließen, wäre mir das zu wenig ausgewogen.

Ihrer Aussage, ein Kind spüre, dass sein Körper lediglich Nudeln brauche und keine Sauce, kann ich nicht zustimmen. Das mag früher so gewesen sein, als uns Menschen lediglich naturbelassene Lebensmittel zur Verfügung standen. Aber heute, bei der riesigen Auswahl an industriell gefertigten Lebensmitteln kann man sich auf den Appetit eines Kindes leider nicht mehr verlassen.

Schön, dass Ihr Bruder heute so kräftig und sportlich ist. Mein Bruder ist das heute auch. Als Kind war er auch schon sehr sportlich, litt aber gleichzeitig unter Gicht, weil er jegliches Gemüse verweigerte. Eine Krankheit, die normalerweise erst im Alter auftritt, aber bei einseitiger Ernährung eben auch schon früher. Daraufhin bemerkte er auf einmal, dass ihm Gemüse eigentlich auch ganz gut schmeckte. Das hätte man auch schon früher feststellen können.

Viele Grüße

Shani

Antworten

Hallo Shani,
Danke für´s Antworten.

Hm, ok… Ich hatte das so gelesen, daß das Probieren aus “einen Teller Nudeln mit Soße auf Biegen und Brechen runterwürgen, ansonsten gibt es eben gar keine Nahrung” besteht.
Und das fand ich übel.

Warum denkst Du eigentlich, daß ein Kind kein verläßliches Körper-/Appetitgefühl hat, ein Erwachsener aber schon? Kannst Du das begründen? Weil ich sehe hier nicht, daß das faktisch und korrekt begründbar wäre.

In Bezug auf die Funktionen des Körpers funktionieren die Signale, die der Körper gibt, verläßlich – bei jedem Lebewesen. Egal ob Kind, Erwachsener, Behinderter oder auch Tier.

Schließlich sind solche Funktionsfähigkeiten des Körpers ja mit Lebensbeginn ausgereift, sprich: Die müssen nicht erst erlernt werden, über die Erziehung bis hin ins Erwachsenenalter.

Ich gehe davon aus, daß Du Deinen Kindern ja auch zutraust, anhand ihres Körpergefühls zu wissen, wann ihnen etwas weh tut – da würdest Du ja sicherlich auch nicht sagen “Nein Kind, das tut Dir nicht weh. Ich sage Dir schon, was weh tut und was nicht.”
Warum sollte das Appetitgefühl da anders sein?
Was, z.B., wenn Deine Kinder genau deshalb Appetit auf “lieber Nur-Nudeln” haben, weil in den blanken Nudeln Nährstoffe drin sind, die sie gerade im Moment dringend brauchen und der Körper das eben registriert hat und ein dementsprechendes Appetitgefühl signalisiert, während in der Soße eventuell wiederum Nährstoffe drin sind, die die benötigten Nudel-Nährstoffe neutralisieren/zunichte machen?

Quasi so wie: Ein Mensch bekommt Durst auf ein Glas Kräutertee, weil sein Magen übersäuert ist.
Etwas später geht er in ein Wellness-Studio und die Gesundheits-Expertin dort gibt ihm ein Glas Zitronensaft, weil: “Vitamin C ist gesund”.

Ist es zwar prinzipiell, nur: Der für den Magen ausgleichende Effekt des zuvor getrunkenen Kräutertees ist damit dahin.

Oder Stichwort “Süßigkeiten”:
Ein Großteil unseres Essens, nämlich Kohlenhydrate wie z.B. Nudeln, haben in unserem Körper den einzigen Daseins-Zweck, zu Zucker abgebaut zu werden und dem Körper dann Energie zu liefern.
Bei den Kohlenhydraten erfolgt die Zuckerzufuhr bedingt durch den Abbau-Prozeß halt etwas langsamer.
Aber ansonsten: Zucker bleibt Zucker, egal ob man den Zucker direkt isst oder in Form von Nudeln.
Zucker ist also ein wichtiger Energie-Lieferant und von daher ein wichtiges und wertvolles Nahrungsmittel.

Dementsprechend ist in dem Zusammenhang übrigens auch dieses öffentlich propagierte “Zucker ist Schlecht” völliger Bullshit…

Ich z.B. esse unglaublich viel Zucker, bzw. Süßes, den Tag über, weil ich diese Energiezufuhr einfach brauche. Geschadet hat es mir bisher nicht.

So, also, das waren jetzt nochmal meine 2 Groschen zum Thema Körpergefühl, bzw. Appetit…

Schöne Grüße
Hannah

Antworten

Liebe Hannah,

ich denke nicht, dass “ein Kind kein verlässliches Körpergefühl hat, ein Erwachsener aber schon”. Es gibt ja auch genügend übergewichtige und ernährungsbedingt kranke Erwachsene. Auch ein Erwachsener sollte nicht einfach alles essen, worauf er gerade Lust hat. Aber wenn er es dennoch tut, ist er selber für die Konsequenzen verantwortlich, während bei einem Kind die Eltern die Verantwortung tragen, das Kind aber mit den Konsequenzen leben muss.

Dass man auf sein Körpergefühl hören sollte, wenn man etwas überhaupt nicht mag, glaube ich auch. Es ist gut möglich, dass der Körper einem damit ein Signal gibt, dass er dieses Lebensmittel nicht gut verträgt. Allerdings ist das in der Regel bei wenigen Lebensmitteln der Fall. Unsere Kinder würden nur noch Weißbrot und trockene Nudeln essen, wenn wir bei allem, was sie ursprünglich angeblich nicht mochten, nachgegeben hätten.

Liebe Grüße

Shani

Antworten

Also , da muss ich mich auch mal kurz einmischen : was ist mit den viiiiielen übergewichtigen Kindern , die man heutzutage immer mehr zu sehen bekommt ? Haben die auch auf ihren Instinkt / ihr körpergefühl gehört ?
Ich denke nicht. Es liegt an UNS Eltern , den Kindern eine vernünftige Auswahl an Nahrung anzubieten und dazu gehört u.a. auch möglichst wenig / keinen Zucker (Industriezucker).
Wir essen trotzdem gerne süß : Obst , trockenfrüchte , Eis mit Dattelsüsse , Pudding und Kuchen mit Birkenholzzucker (Xylit) u.s.w.
Es gibt für alles gesunde Alternativen und ich denke , wir sind verpflichtet unseren Kindern diese zur Wahl zu stellen , anstatt Weizen -Weißmehl , Zucker , tierische Produkte ….
Wir haben schließlich die Verantwortung für unsere Kinder. Wenn diese eines Tages von ihrem Geld andere, ungesunde Dinge kaufen wollen , können sie das natürlich tun , aber den Grundstein legen wir jetzt , solange sie noch klein sind.

Antworten

Hallo Stephanie,

es gibt viele Gründe, warum Übergewicht entsteht:
1.: Wie oben schon angeschnitten: Wenn das Kind nicht oder nicht genug die Nährstoffe bekommt, die es braucht.
Das kann durchaus auch Zucker sein, z.B. weil die Eltern dem Kind verbieten, genug zuckerhaltiges zu essen.
Die Folge: Der Körper meldet zurück: “Verdammte Hacke, ich brauche Zucker/(oderwelchenNährstoffauchimmer) damit ich gesund und gut entwickelt bleiben kann! Gib mir etwas/mehr davon!” und sendet Hungersignale.

Und diese Hungersignale werden auch nicht aufhören, bevor der Körper ausreichend bekommen hat, was er benötigt.
Wenn man dann Sachen isst, die zwar irgendetwas enthalten, aber nicht das Benötigte, dann isst man und isst man, bleibt aber hungrig und diese ganzen überflüssigen, vom Körper nicht angeforderten Nährstoffe, werden je nachdem entweder ausgeschieden oder als Fett eingelagert. Folge:Übergewicht.

Oder: ob das medizinisch schon mal belegt worden ist, weiß ich nicht, aber eine persönliche These von mir:
Ich halte es für sehr wahrscheinlich, daß der Körper durchaus mit Absicht hin und wieder mal – und in ganz jungen Jahren sowieso – Übergewicht aufbaut, und zwar zu Trainingszwecken und/oder um besser vor Umweltbedingungen geschützt zu sein.

Ich z.B. habe lange Zeit Krafttraining und Kickboxen gemacht. Von daher weiß ich, daß eine Methode, um den Körper noch effizienter zu trainieren die ist, daß man sich sogenannte Körpergewichte umschnallt, welche den Körper um mehrere Kilo schwerer machen.
Ebenfalls – aus dem Kampfsport-Training – weiß ich, daß ein gesundes Quantum Fett am Körper einen sehr gut vor Verletzungen schützt – beispielsweise ein Leberhaken tut nun mal deutlich weniger weh und richtet weniger Schaden an, wenn die Leber ein bißchen abgepolstert ist.

Aus diesen Erfahrungen heraus macht es für mich völlig logischen Sinn, daß die Natur “Jungtiere” (oder eben auch ältere, wenn nötig) mit einem brauchbaren Fettpolster ausstattet. So können die jungen Lebewesen dank Fett-Airbag ihre Welt erkunden, ohne sich bei jedem kleineren Unfall nennenswert zu verletzen und gleichzeitig werden durch das Extra-Gewicht die Muskeln und Organe gut trainiert und die im Wachstum befindlichen Knochen usw. entsprechend stabil geplant und ausgebildet.

Ist ja gerade bei jungen Tieren auch so, daß die, wenn sie gesund sind, schön mollig und fluffig sind, so daß die nach Herzenslust herumtollen – und eben auch mal auf die Schnüss fallen oder krank sein – können, ohne daß es gleich längerfristige gesundheitliche Auswirkungen hat.
Dagegen ist bei sehr dünnen jungen Tieren oft die Gefahr, daß die sich nicht voll entwickeln oder sogar frühzeitig sterben.

In dem Zusammenhang ein kurzer Abstecher in vergangene Jahrhunderte: Weißt Du, wie man sich damals unter der Hand unerwünschter Kinder entledigt hat?
Man hat sie an bestimmte “Pflege-Eltern” gegeben, welche (gegen Bezahlung) die Kinder mangelernährt haben, wodurch als Folge davon die Kinder immer schwächer, oder schon bei der geringsten Grippe schwerwiegend krank, wurden und schließlich verstarben.
Die offizielle Todesursache wurde dann mit “angeborener schwächlicher Gesundheit/Grundkonstitution” angegeben…

Eine weitere mögliche Ursache für Übergewicht können auch seelische Probleme sein.
Ich kenne das zum Beispiel von mir, wenn ich extrem unter Streß stehe, den ich auch nicht abschalten kann, sondern das so eine Phase ist, die man einfach aussitzen muß (z.B. Zeiten, wo man beruflich unentrinnbar in Druck von allen möglichen Seiten eingezwängt ist): Da futtere ich wie ein Scheunendrescher.
Warum? Weil es hilft.
Wenn alles “bäh!” ist, aber man das zumindest durch kulinarische Wohlfühl-Momente ausgleichen kann, hilft das enorm, solche Streß-Phasen zu überbrücken, ohne das einem das allzusehr aufs Gemüt schlägt (oder im schlimmsten Fall irgendwelche psychischen Blessuren hinterläßt).

Und das ist schließlich das Wichtigste, daß die Seele gesund bleibt. Hinterher ein paar Kilo zuviel (wenn das denn der Fall sein sollte) kriegt man auch wieder runter (und selbst wenn nicht, würde ich mich trotzdem jederzeit pro Übergewicht und kontra angekratzte Psyche entscheiden).

Und um auf die Kinder zurückzukommen: Es gibt leider soundso viele Kinder, für die das Leben größtenteils scheiß#* ist, die z.B. gemobbt werden. Oder keine Liebe von ihren Eltern kriegen. Usw.
Da sind unter unter Umständen Süßigkeiten/Chips etc. die einzigen Glücks- und Wohlfühlmomente, die das Leben ihnen zu bieten hat.
Daß sie die nutzen, kann ihnen keiner verdenken (und besser als Drogen oder Alkohol sind ein paar Kilo mehr am Körper eh allemal…).

Zu den Süßungsstoffen, die Du erwähntest: Also Datteln sind cool, die kenne ich auch. Vor allem, was mich fasziniert ist, die kann man z.B. einfach in den heißen Tee oder Kaffee schmeißen und die lösen fast wie Zucker auf (nur die dünne Schale und ein paar weiche Fruchtfleisch-Stränge bleiben übrig).
Da mir bei Essen nicht nur Wohlgeschmack und Inhaltsstoffe, sondern auch Convenience, also angenehmes/leichtes Zubereiten wichtig sind, kann ich da nur sagen: Sehr geil. 🙂

Was das Xylit betrifft, habe ich diese Seite gefunden, die die Herstellung beschreibt: http://www.mithana.com/herstellung.html
Naja… da sehe ich nun keinen Unterschied zum “bösen” industriell verarbeiteten Normalzucker.

Und ansonsten, da ich größtenteils auch relativ gesund (sogar weitgehend roh und vegan) lebe, kenne ich Bio-/Gesund-Food.
Und weil ich das kenne, weiß ich auch, es gibt Dinge, für die gibt es keine “gesunde” Alternative. Oder keine für mich bezahlbare.

Z.B. liieebe ich vegane Gummibärchen und ich liebe Chips.
Und es gibt nun mal kein Obst oder Gemüse, was wie Gummibären oder Chips schmeckt.
Mal ganz abgesehen davon, daß die richtig leckeren Gesund-Sachen, wie beispielsweise getrocknete Mango-Scheiben oder rohe wilde Erdnüsse elends teuer sind. Dafür fehlt mir schlichtweg das Geld.

Das ist sowieso etwas, was mich tierisch nervt, wie unglaublich man mit Bio-/Vegan-/Gesundprodukten oft abgezockt wird.
Soundso oft schaue ich bei diversen Produkten auf die Zutatenliste und sehe, daß der Herstellungswert allenfalls ein paar Cent ist, und das Produkt kostet dann aber z.B. stolze 3 Euro oder so…

Aber, Du hast völlig recht, Eltern sollen ihren Kinder zeigen, welches Essen gut und gesund ist. So würde ich das auch machen, wenn ich Kinder hätte.
Wie Du aber auch ganz richtig sagst, es ist ebenso wichtig, den Kindern die Wahl zu lassen, bzw. dafür zu sorgen, daß das Essen so beschaffen ist und schmeckt, daß die Kinder gerne und freiwillig die gesunde Alternative wählen.

Antworten

Nur noch kurz zum Zucker :
einen “Mangel” kann es praktisch in unserer Gesellschaft nicht geben. In Obst , Gemüse , Getreide … ist genug Zucker für unseren Bedarf drin.
Beispiel: Kleinkinder sollten nicht mehr als 12g Zucker pro Tag zu sich nehmen , Schulkinder höchstens 16g , Erwachsene 24 g.
Mit einer Scheibe Brot und einem Apfel hat ein kleines Kind schon seinen “Bedarf” an Zucker gedeckt.
Xyit :
Es ist gut für die Zähne! Ist auch in Zahnpasta drin. Schon allein deswegen gesünder als Industriezucker 😊

Antworten

Ja, daß prinzipiell genug Zucker vorhanden ist, daß von Mangel keine Rede sein kann, ist klar.
Das nützt aber alles nichts, wenn das Kind den ansich vorhandenen Zucker nicht essen, also nicht nutzen darf…

Zum Xylit: Laut Internet ist das in naturbelassener Nahrung aber nur in Geringstmengen vorhanden, es ist von der Natur offenbar demnach nicht vorgesehen, das Teelöffel-weise in sich aufzunehmen (vorausgesetzt denn, es stimmt, was das Internet dazu sagt…).
Naja, Schaden anrichten wird´s andererseits – so wie das ja auch nicht der Fall ist bei diverser anderer mehrfach verarbeiteter Nahrung – sicherlich auch nicht… also alles halb so wild.
Ich glaube da fährt man am besten, wenn man einfach schaut, was einem persönlich am besten schmeckt und gut tut.
Der eine präferiert dann eben Xylit und der nächste Zucker oder was auch immer.
Und sowieso, wenn ihr Euch ohnehin so variabel ernährt, mit Dattelsüße, Trockenfrüchten usw., dann ist das insgesamt, und inklusive Xylit, sicher ein ziemlich guter und gesunder Mix.

Aber zu den Bedarfsmengen an Zucker, die Du angibst: Die halte ich für viel zu wenig!
Klar, wenn man sich nicht mehr großartig bewegen würde und das Hirn auch noch auf Notspar-Modus stellt, indem man einfach nichts mehr denkt und somit den Körper insgesamt auf minimale Funktionsfähigkeit stellen würde, mag das hinhauen.

Ich kann aber zumindest von mir sagen, daß ich deutlich mehr Zucker brauche, z.B. im Winter, einfach nur als Brennstoff, damit mein Körper genug Energie erzeugen kann, damit mir nicht kalt wird (hochgedrehte Heizungen als Alternative sehe in dem Zusammenhang nicht als Option, weil eine Heizung in so einem Fall auch nur eine nicht-natürliche “Krücke” für einen nicht auf voller Funktionsfähigkeit laufenden Körper ist).
Oder wenn ich sehr viel denken und mich konzentrieren muß: Ohne ausreichende Zuckerversorgung schaltet mein Körper irgendwann auf Stand-By, bzw. Energiespar-Modus, und ich schlafe ein… was natürlich nicht sinnvoll ist.

Das heißt übertragen auf Kinder auch, wenn ein Kind mit ansich genügend Schlaf in der Schule ständig müde ist und es sehr anstrengend für es ist, sich zu konzentrieren, dann kann das unter Umständen an zu wenig Zucker (oder zuwenig irgendeines anderen Nährstoffes) liegen.

Überhaupt, wer hat denn diese völlig realitätsfernen Bedarfsmengen aufgestellt?
Übrigens: Zuwenig Nährstoffe aufnehmen (wie eben beispielsweise Zucker) ist auf die Dauer mindestens so schädlich für den Körper, wie zuviele. Wenn er sich nämlich gar nicht mehr anders zu helfen weiß, dann fängt der Körper an, sich selbst abzubauen – quasi “aufzufressen”. D.h., um die nötige Energie zu gewinnen, werden dann Muskelfleisch und schlimmstenfalls auch Organe abgebaut und verwertet.

Hier auch zwei Beispiele von mir:
Siehe hier, http://www.wolfsbetreuer.de/nahrung-bedeutung-1.html:
Ein Wolf z.B. wiegt ca. soviel wie ein sehr zierlicher Erwachsener.
Und so ein Wolf alleine benötigt schon mal 3-4 kg Nahrung (Fleisch) pro Tag um ordnungsgemäß zu funktionieren.

Oder Menschenaffen: http://tierdoku.com/index.php?title=Menschenaffen
Menschenaffen verbringen einen großen Teil des Tages nur mit Essen, wobei z.B. bei Orang Utans die Nahrung zu 60% aus Früchten, und zwar bevorzugt solchen mit hohem Zucker- und Fettgehalt, besteht.
Das macht summa summarum einige kg(!) zucker- und fetthaltige Nahrung pro Tag, die diese Kerlchen mit ihren gerade mal ca. 1m Körpergröße und plusminus 60kg Körpergewicht verzehren.

Dagegen sind unsere menschlichen offiziellen Nahrungsbedarfsrichtlinien – bei, wohlgemerkt, ähnlicher Körpergröße und -gewicht – geradezu lächerlich!
Kein Wunder, daß wir im sportlichen, bzw. Fitness-, Vergleich mit sehr vielen Tieren wie letzten Lappen dastehen – wo soll die Energie auch herkommen?

Ein Porsche läßt sich schließlich auch nicht mit 4 L auf 100km fahren…

Antworten

Eine sehr gute Freundin ist ernährungsmedizinerin (und Dermatologin). Sie hat diese Werte im Studium gelernt. Übrigens auch Veganerin 😊
Da geht es um normale Bewegung , nicht um sportliche Betätigung. Klar , dass man beim Sport mehr Zucker / Kohlenhydrate benötigt und verwertet.
Denke , wir sollten hier auch nicht über Zucker reden , sondern über Kohlenhydrate 😉

Antworten

Ja, aber worauf ich hinaus wollte ist, daß ja immer bemäkelt wird “Jaja, diese Kinder von heute… so viele übergewichtig… kein Wunder, die bewegen sich ja auch kaum noch. WIR sind damals noch auf Bäume geklettert, haben Fußball gespielt, Musik gemacht oder uns sonstwie kreativ beschäftigt etc.!” (usw. bladiblub…).

Es ist aber nunmal so, daß der freiwillige Antrieb, bzw. die freiwillige Lust, “Bäume auszureißen” oder eben auf solche zu klettern – oder Fußball zu spielen, Fahrrad zu fahren, wasauchimmer – nunmal einen hohen Energiespiegel im Körper vorraussetzt. Ist der nicht vorhanden, schaltet der Körper auf Sparflamme und vermeidet jegliche Energieverschwendung.
Und das gilt aber nicht nur für sportliche Aktivitäten, sondern auch ganz alltägliche geistige wie Lernen in der Schule, kreatives Denken, usw.

Und klar, Zucker gehören natürlich zu den Kohlenhydraten, das stimmt.

Antworten

Sorry , jetzt muss ich laut auflachen ….
“Hoher energiespiegel nicht vorhanden ”
….demnach “kein Antrieb / Lust , Bäume auszureißen “…..
So viel Quatsch hab ich lange nicht mehr gelesen.
Ich beende hiermit die Diskussion 😑

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