Schwangerwerden Tricks schwanger werden

Zeichen des Körpers beachten zum Schwangerwerden

Im letzten Beitrag "Zu viel Druck zum Schwangerwerden" berichtete ich davon, dass mein Zyklus verrücktspielte, als ich zum ersten Mal schwanger werden wollte. Ich hoffe, dass ich damit niemanden mit Kinderwunsch entmutigte. Ich weiß nämlich ganz genau, dass man den Wunsch, ein Kind zu bekommen und den damit verbundenen Druck nicht einfach mal eben ablegen kann. Man hat vielleicht schon Jahre auf diesen Moment gewartet, endlich die nötige finanzielle und berufliche Sicherheit oder das Studium abgeschlossen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt da und natürlich hat man eine große Vorfreude und fiebert mit. Die Aussage, ich solle mir keinen Druck machen, stresste mich persönlich damals eher noch mehr als weniger.

Inzwischen bin ich weitere vier Male schwanger geworden und zwar jedes Mal beim ersten Versuch. (Bei der zweiten Schwangerschaft hatte ich eine sehr frühe Abbruchblutung.) Einmal war es tatsächlich nicht wirklich geplant, drei Mal hingegen hatten wir es sehr wohl darauf angelegt und ich würde behaupten, dass ich mir nicht weniger Druck gemacht hatte als damals, als ich es für das erste Kind versucht hatte. Dennoch klappte es immer beim ersten Anlauf.

Ich glaube also nicht, dass der Druck, den ich mir damals machte, meine Fruchtbarkeit einschränkte, sondern lediglich, dass er dafür verantwortlich gewesen sein könnte, dass mein Eisprung sich verzögerte. Ich hatte auch später, aufgrund des Stillens meines bereits vorhandenen Kindes, noch keine regelmäßigen Monatsyzklen. Inzwischen hatte ich aber einiges über meinen Körper gelernt, das mir später hilfreich war, auf natürliche Weise schwanger zu werden.

Tipps zum Schwangerwerden

Bei einem langen Zyklus verschiebt sich der Eisprung

Manchen Frauen, die einen sehr langen Zyklus haben, wird gesagt, sie hätten keinen Eisprung. Deshalb werden Ihnen Hormontabletten verschrieben, welche den Eisprung auslösen sollen. So, wie das bei mir damals auch der Fall war. Bei mir war es aber offenbar gar nicht so, dass ich keinen Eisprung hatte, sondern dass ich diesen immer verpasst hatte, weil ich zu einem ganz anderen Zeitpunkt damit gerechnet hatte.

Ich nahm an, dass der Eisprung jeweils zwei Wochen nach der letzten Periode eintraf. So ist das auch bei einem durchschnittlichen Zyklus von 28 Tagen. Hat man aber einen längeren Zyklus, verschiebt sich der Eisprung nicht etwa in die Mitte, sondern in den späteren Zeitraum des Zyklus. Der Abstand zwischen der letzten Periode und dem darauffolgenden Eisprung kann Monate dauern. Hingegen der Abstand zwischen dem Eisprung und dem Eintreffen der nächsten Blutung lediglich zwischen 10 und 18 Tagen. Das heißt, wenn man einen sechswöchigen Zyklus hat, findet der Eisprung vier Wochen nach der letzten Periode statt und nicht, wie bei einem vierwöchigen Zyklus in der Hälfte.

Hat man nun aber einen ganz unregelmäßigen Zyklus, wie ich ihn hatte, kann man den Zeitpunkt des Eisprungs also nicht anhand der Zykluslänge einschätzen. Man kann aber auf andere Zeichen achten.

Beobachten des Zervixschleims

Zum einen ist es möglich, anhand des Zervixschleims seine fruchtbaren Tage zu erkennen. Der Ausfluss, den wir Frauen haben, ist je nach Zyklusphase von unterschiedlicher Konsistenz. Während der fruchtbaren Phase wird er glasklar, vergleichbar mit rohem Eiweiß. Einen Tag nach dem Eisprung verändert er sich bereits wieder.

Schmerzen beim Eisprung

Außerdem ist bei vielen Frauen der Eisprung mit einem stechenden Schmerz im Unterleib verbunden. Bei manchen dauert der Schmerz nur ein paar Stunden, bei anderen mehrere Tage. Diesen Schmerz habe auch ich in dieser Zyklusphase und spürte ihn sogar in dieser Zeit, in der ich zum ersten Mal schwanger werden wollte. Ich deutete ihn aber völlig falsch, nämlich als Zeichen für eine bereits eingetroffene Schwangerschaft.

Messen der Basaltemperatur

Eine weitere Möglichkeit, sich mit seinem Zyklus vertraut zu machen, ist das Messen der morgendlichen Körpertemperatur. Die Temperatur sollte jeden Tag direkt nach dem Erwachen mit einem speziellen Thermometer, das zwei Stellen nach dem Komma aufweist, gemessen werden. Diese trägt man in eine Tabelle ein, sodass nach einigen Wochen eine Kurve zu erkennen ist. Leider steigt die Temperatur allerdings erst nach dem Eisprung an, sodass es dann schon zu spät sein kann für einen Versuch. Allerdings weiß man dann mit Sicherheit, dass der Eisprung vorbei ist und man jetzt abwarten kann. Wenn eine Schwangerschaft eingetroffen ist, steigt häufig nach sieben bis neun Tagen die Temperatur noch weiter an. Bleibt die Temperatur achtzehn Tage erhöht, kann man davon ausgehen, dass man schwanger ist.

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